Yad Vashem, Jerusalem

Als Jugendliche in der Holocaust-Gedenkstätte

Vor über 30 Zuhörer*Innen, darunter auch zahlreiche Altersgenossen der jungen Referentin, berichtete im Gemeindesaal der ev. Kirchengemeinde St. Trinitatis Liebenburg die angehende Abiturientin Annika Bischoff aus Liebenburg über die zentrale Gedenkstätte der Juden in Jerusalem. Angeregt zu diesem  Vortrag, den sie bereits in ihrer Schule, dem CvD-Gymnasium in Goslar gehalten hat, wurde sie durch ihre Geschichtslehrerin. Ihr hatte sie von ihrem Israel-Austausch der Stadt Goslar berichtet.

Anhand der Architektur dieses weltweit größten Museums zum Holocaust stellte sie anhand von Fotos die Themen vor, die dort in einzelnen Galerien gezeigt werden: Das Leben der Juden vor 1933, die schrecklichen Anfänge in Nazideutschland ab der Machtergreifung Hitlers, die Anfänge der Massenermordungen in Litauen 1941 bis hin zu den Todesmärschen aus den Konzentrationslagern und der Befreiung der KZ-Insassen durch die Alliierten. Dabei kam das Leben in den Ghettos und den KZs genauso zur Sprache wie die vergeblichen Widerstandsversuche in den Ghettos. Ganz besonders erschütterte sie die "Halle der Namen", in denen jedem einzelnen ermordeten Juden eine Gedenktafel gewidmet ist, sowie die Kindergedenkstätte, die in einem eigenen Gebäude untergebracht ist.

In der anschließenden Diskussion schilderte sie  ihre Begegnungen mit dem heutigen Israel: Sie war beeindruckt von der Offenheit und Herzlichkeit, mit der ihr, der Deutschen, die Israelis begegneten. Umso eindringlicher war ihr Appell an die Anwesenden, wachsam zu sein und nicht zuzulassen, dass sich Antisemitismus, aber auch Rassismus wieder ausbreitet. In dieser Haltung wurde sie von zahlreichen Anwesenden bestärkt, die ihr für ihren engagierten Vortrag herzlich dankten.

 

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