Dämmerschoppen für Männer

Ende Oktober trafen sich die Freunde des "Dämmerschoppens für Männer" (DSFM) - Pendant zum Frauenfrühstück der Lewer Däle – zu einer Betriebsbesichtigung der Landschlachterei Claus Brennecke. Diese wurde zuletzt weithin bekannt durch einen Film im 3. Fernsehprogramm des NDR und durch einen Artikel über den Vorharz in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

 "Natürlich ist die Landschlachterei Claus Brennecke erste Adresse der Liebenburger, wenn es um Fleisch oder Wurst geht", so Norbert Henk, Initiator und Organisator des DSFM. "Aber wir wollten endlich mal wissen, was eigentlich hinter den Mauern passiert."

 Da Claus Brennecke selbst verhindert war, übernahm Mitarbeiterin Frauke Rettberg die Führung. Als Hygienebeauftragte ist es ihre Aufgabe, darauf zu achten, dass die zahlreichen EU-weit geltenden Auflagen in diesem Gewerbe penibel eingehalten werden und jederzeit von externen Kräften auf ihre Einhaltung hin überprüft werden können. Insgesamt 35 Mitarbeiter/innen sind im Betrieb beschäftigt. Montags werden ca. 22 Schweine geschlachtet, dazu pro Woche ein Rind und – nach Bedarf – auch ein Schaf. Neben der Liebenburger Kundschaft werden auch regionale Verbrauchermärkte beliefert. Voller Interesse verfolgten die Dämmerschöppler die Ausführungen der kenntnisreichen und charmanten Führerin. Kritisches wurde nicht ausgespart: Für die Fleischbeschau eines Schweines etwa sind 17 € zu entrichten; Massenproduzenten bezahlen dafür ganze 40 Cent. Und: ob die zahlreichen Vorschriften europaweit von Nord bis Süd wohl eingehalten  – oder überhaupt kontrolliert werden? – Tief beeindruckt, aber auch nachdenklich verließ Mann den Betrieb und hatte viel Stoff für die Unterhaltung beim anschließenden Dämmerschoppen.

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